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Lithium-Batterien können Brände auslösen

Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Sie werden in Autos, Smartphones, Laptops, Digitalkameras, E-Bikes, Heimwerkmaschinen, Haushaltsgeräten und im Modellbau eingesetzt und erleichtern das tägliche Leben. Bei unsachgemässer Benutzung können sie aber auch Brände auslösen und schwere Schäden verursachen. Das Einhalten von Sicherheitsbestimmungen verhindert Schlimmeres.

Autor: Markus Feltscher (Direktor der Gebäudeversicherung Graubünden (GVG) an der Ottostrasse 22 in Chur)

Lithium-Batterien werden erst seit 1991 verkauft – und sind damit eine vergleichsweise junge Technologie. Der erste kommerzielle Lithium-Ionen-Akkumulator (Akku) wurde 1991 auf den Markt gebracht. Diese leistungsfähigen Batterien können verhältnismässig grosse Energiemengen speichern. Im Laufe eines Entladevorgangs geben sie die chemisch gespeicherte Energie wieder ab.
Aufgrund ihrer hohen Energiedichte sind diese Zellen besonders gut für mobile Geräte geeignet. In Wearables, Smartphones, Tablets, Digitalkameras und Notebooks sind Lithium-Akkus weit verbreitet.

Grundsätzlich sichere Produkte
Wegen ihres chemischen Aufbaus bergen die Akkumulatoren jedoch ein latentes Brandrisiko mit gefährlichen Folgen für Einrichtungen, Gebäude sowie Leib und Leben. Die steigende Zahl an Brandschäden ist allerdings nicht ausschliesslich mit der zunehmenden Verbreitung dieser Technologie zu erklären. Sowohl Lithium-Batterien als auch deren Ladetechnologien sind grundsätzlich sicher.
Bei den meisten Smartphones, anderen elektronischen Geräten sowie Autos verhindert eine Sicherheitselektronik das gefährliche Überladen des Gegenstands. Damit es zu keinem Brand mit schweren Folgen kommt, ist generell ein ordnungsgemässer Umgang unabdingbar. Wer jedoch die Betriebsanleitung beachtet und die einzelnen Sicherheitspunkte befolgt, reduziert das Risiko einer Überhitzung auf ein Minimum.

Vorsichtsmassnahmen beachten
Geräte mit Lithium-Akkus müssen grundsätzlich vor Hitzequellen ferngehalten werden – das heisst, dass die Akkus an einem kühlen Ort ohne Sonneneinstrahlung aufbewahrt werden sollten. Während des Aufladevorgangs dürfen keine brennbaren Materialien in der Nähe sein. Kommt es dennoch zu einem Brand, kann es bei sehr leistungsfähigen Akkumulatoren – insbesondere bei Elektrofahrzeugen – zu Verpuffungen in Form einer schlagartig auftretenden Druckwelle kommen. In einem solchen Fall ist umgehend die Feuerwehr unter der Telefonnummer 118 zu benachrichtigen.
Besitzer von Elektroautos müssen auch wissen, wie die Stromzufuhr bei einem allfälligen Autobrand unterbrochen werden kann. Kleinere überschaubare Brände bei Laptops, Fotoapparaten und Handys können am besten durch einen Unterbruch der Luftzufuhr gelöscht werden. Das kann mit speziellen Löschdecken geschehen, die an gut sichtbaren und zugänglichen Orten im Haushalt deponiert sein sollten.

Löschdecke bereithalten
Löschdecken können bei der Gebäudeversicherung Graubünden online bezogen werden. Im Fall eines Brandes, verursacht durch Lithium-Batterien, sollten Feuerlöscher besser nicht eingesetzt werden. Ihr Inhalt kann nämlich eine chemische Reaktion auslösen. Aufgrund ihrer Giftigkeit sollten die dabei entstehenden Dämpfe nicht eingeatmet werden.

Brennende Handys und andere elektronische Geräte verursachen immer wieder Brandschäden – mit zum Teil bösen Folgen.

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